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DIE WAND     2021
nach Marlen Haushofer. Fassung von Dorothee Hartinger. Rottstr 5 Theater Bochum.

Hintergrundgrafik


"Aber, wissen Sie, jene Wand, die ich meine, ist eigentlich ein seelischer Zustand, der nach außen plötzlich sichtbar wird." (Marlen Haushofer)


"Schon damals schien es mir sicher, dass die Katastrophe von riesigem Ausmaß war. Ich nahm mir damals vor, jeden Tag im Kalender auszustreichen, das schien mir sehr wichtig. Ich klammerte mich geradezu an die spärlichen Reste menschlicher Ordnung, die mir geblieben waren. Nicht, dass ich fürchte ein Tier zu werden, das wäre nicht so schlimm, aber ein Mensch kann niemals ein Tier werden, er stürzt am Tier vorbei in einen Abgrund. Davor habe ich die meiste Angst."

Eine Frau, abgeschnitten von der restlichen Welt durch eine gläserne Wand. Was bleibt von einem Menschen, der in vollkommener Isolation lebt - eingesperrt in der wilden Natur? Mit dieser kühnen Grundidee beschrieb Marlen Haushofer die existenzielle Einsamkeit des modernen Menschen.

Regie und Ausstattung: Alexander Ritter. Mit: Lea Kallmeier.